Evangelische Immanuel-Pfingstberg-Gemeinde

Ein Lied kann eine Brücke sein

Musik kann Menschen verbinden, kann Brücken bauen und Grenzen überwinden. Dies war der Gedanke, der hinter dem Projekt stand, welches die Chöre der Versöhnungs- und der Immanuel-Pfingstberggemeinde im Jubiläumsjahr 2017 gemeinsam zur Aufführung brachten.

In zwei sehr gut besuchten Konzerten – am 29. Oktober in der Pfingstberg- und am 12. November in der Versöhnungskirche – bauten die Chöre unter der gemeinsamen Leitung von Elena Kleiser-Wälz gleich mehrfach Brücken. Zum einen, was das Programm anging. Es gab einen eher geistlich orientierten Teil mit Gospelstücken, die von den Sängerinnen und Sängern mit viel Gefühl für das Spirituelle dargeboten wurden und großen Anklang fanden. Es folgte ein zweiter Teil mit Songs aus der Pop- und Rockgeschichte, die alle mit einer positiven, humanistischen Botschaft verbunden waren. „Imagine“ von John Lennon, „You‘ve got a Friend“ von Carole King – aber auch das dem Projekt seinen Namen gebende „Ein Lied kann eine Brücke sein“, bekannt gemacht durch die kürzlich verstorbene Mannheimer Ikone Joy Flemming – sprachen musikalisch von den Wünschen und Hoffnungen der Menschen auf eine bessere, friedliche und durch Mitmenschlichkeit geprägte Welt. Gerade in diesen ebenfalls mit viel Engagement vorgetragen Songs zeigte sich auch eine zweite Brücke, die die Chöre schlugen – über die Grenzen von Konfessionen oder Weltanschauungen hinweg. Dies spiegelte auch die Aktiven wieder, die sich zur evangelischen, zur katholischen oder auch mal zu gar keiner Kirche zugehörig fühlen – und dennoch ein gutes Miteinander praktizieren.

Die dritte – und vermutlich wichtigste – Brücke aber schlugen die Chöre natürlich zu ihrem Publikum. Und dieses Bestand ebenfalls aus Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Herkunft. Viele waren von der Rheinau oder aus den umliegenden Stadtteilen gekommen. Manche auch von deutlich weiter weg. Alle aber einte die Freude über die dargebotene Musik. Und am Ende des zweiten Konzertes stand auch deutlich der Wunsch im Raum: „Könnt Ihr nicht zukünftig öfters mal gemeinsam auftreten?“